About

Liebe Interessierte, willkommen auf meiner Website.

Mein Name ist Maciej Palucki (Pronomen er/ihm). Geboren bin ich in Gdynia in Polen, an der Ostsee. Zwei Jahre später zog ich mit meiner Familie nach Österreich. Meine erste Diversity*Reise also. Aufgewachsen bin ich in Innsbruck. In meiner Schulzeit war ich oftmals der einzige in der Klasse, der mehrsprachig war. Sie nannten mich einen „Ausländer“. Diskriminierung zu erfahren ist mir nicht fremd. Ich weiß also, wie es sich anfühlt einen Rucksack zu tragen.

Unser Rucksack, unsere Stereotypen

Apropos Rucksack: In einem solchen befinden sich all unsere Erfahrungen und Erlebnisse, unsere Bubbles, in denen wir uns bewegen, unsere Werte, unsere Sozialisierung. Sichtbar und bewusst ist uns dabei nur ein kleiner Teil davon. Der Eisberg ist eine andere Metapher vom geringen bewussten Anteil im Vergleich zum weitaus größeren Unbewussten. Diese ungleiche Relation ist auch verantwortlich für die Biases (oder auch unbewusste Verzerrung der Wahrnehmung) und damit zusammenhängend für unsere Stereotypen. In der Schulzeit (sowohl von Lehrer*innen als auch Mitschüler*innen), aber auch später wurde ich mit diesen konfrontiert. Deshalb ist es für mich so wichtig ein Ally zu sein.

Die Gender- und Diversitätsbrille

Fast forward ins Jahr 2003. Die wissenschaftliche Reise begann mit der Spezialisierung, dem Kompetenzfeld Gender- und Diversitätsmanagement, im zweiten Studienabschnitt an der WU Wien. Das war der Moment, als ich mir eine neue Brille aufgesetzt habe. Denn damit eröffnete sich für mich eine neue Sichtweise auf die Welt – und insbesondere auf Organisationen: Die Gender- und Diversitätsbrille.

In meiner Diplomarbeit befasste ich mich mit Gender- und Diversitätsaspekten der politischen Wahlwerbung in Österreich. Bis 2007 war ich dann an der Abteilung „Gender & Diversity in Organizations“ der WU Wien als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Eine tolle Zeit!

Kindheitstraum und Coaching

Zwischenzeitlich erfüllte ich mir einen Kindheitstraum und konnte im Journalismus Fuß fassen. Nach zehn Jahren in der Kommunikationsbranche und dem Journalismus, darunter sieben Jahren bei „Die Presse“, habe ich 2018 den Fokus wieder auf den Bereich Diversität gerichtet. In diesem Jahr habe ich die Ausbildung zum Diversity Facilitator absolviert. 2019 kehrte ich an meine Alma Mater, an die WU Wien, zurück. In diesem Jahr begann ich auch meine Ausbildung zum akademischen Coach und systemischen Organisationsentwickler an der ARGE, die ich 2020 abschloss. Das systemische Denken hat mir, wie die intensive Auseinandersetzung mit Gender und Diversität, Türen zu einer neuen Erkenntniswelt geöffnet.

Nachhaltigkeit und Diversität

Von 2020 bis 2022 arbeitete ich an der TU Wien im interuniversitären Projekt UniNEtZ als Koordinator für das SDG 5 Gender Equality. Und wieder ging ein neues Tor auf: Die Nachhaltigkeit. Ein Begriff, der mittlerweile omnipräsent ist. Das Framework der Nachhaltigen Entwicklungsziele oder Sustainable Development Goals (kurz SDGs) hat mich fasziniert – vor allem die Aspekte von Gender und Diversität mit jenen von Klimagerechtigkeit, menschenwürdiger Arbeit oder Bildung zu verbinden. Die Perspektive von sozialer Nachhaltigkeit kommt für mich nach wie vor im Diskurs zu kurz. Die Verschränkung von Diversität und Nachhaltigkeit ist mir daher ein besonderes Anliegen. Ich nenne sie Sustainable Diversity.

Von 2022 bis 2024 war ich an der BOKU im Projekt UniNEtZ für Transdisziplinären Dialog, etwa mit dem Österreichischen Parlament, co-verantwortlich. An der BOKU arbeitete ich auch an der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Diversität und Behinderung als Diversitätsmanager.

Lebenlanges Lernen und Lehren

Da wir alle, auch wenn wir uns noch so intensiv damit beschäftigen, Biases haben, ist es so wichtig, ständig – ein Leben lang – dazuzulernen. An Universitäten mit Studierenden zusammenzuarbeiten und lehren zu dürfen, ist für mich eine besonders große Freude: Zunächst an der WU Wien, dann an der TU Wien, wo ich seit Jahren Universitätslektor für Gender- und Diversitätskompetenz bin. Seit 2024 bin ich Referent für Gleichstellung, Gender und Diversität an der Universität für Weiterbildung Krems.

Vorträge – damals und heute

In meiner Schulzeit habe ich gestottert, wenn ich präsentieren musste. Vorträge zu halten war für mich eine große Herausforderung. Heute bin ich froh, dass ich diese angenommen habe, weil es mir wichtig ist, als Speaker und Trainer ein Sprachrohr für meine Herzensthemen zu sein. Themenbereiche meiner Keynotes und Workshops sind beispielsweise: „Diversity in times of crisis“ ode „Diversity – Future skills for people and organizations“.

Dankbarkeit

Über die vergangenen Jahre haben mich viele Menschen inspiriert, begleitet, empowert, unterstützt und empfohlen. Dafür bin ich sehr dankbar. Die Arbeit an einer wertschätzenden, geschlechter- und chancengerechten Kultur in Organisationen ist nie ein Einzelerfolg. Es ist stets ein Miteinander.

// English Version //

My name is Maciej Palucki (pronoun he/him). I was born in Gdynia in Poland, on the Baltic Sea. Two years later, I moved to Austria with my family. So that was my first diversity journey. I grew up in Innsbruck. When I was at school in Tyrol, I was often the only one in the class who was multilingual. They called me a foreigner („Ausländer“). I am no stranger to experiencing discrimination. So I know what it feels like to carry a rucksack.

Our rucksack, our stereotypes

Speaking of rucksacks: they contain all our experiences and adventures, the bubbles we move in, our values, our socialization. We are only visible and aware of a small part of it. The iceberg is another metaphor for the small conscious part compared to the much larger unconscious part. This unequal relationship is also responsible for biases (or unconscious distortions of perception) and the associated stereotypes. I was confronted with these in my school days (both by teachers and classmates), but also later on. That’s why it’s so important for me to be an Ally.

The gender and diversity lens

Fast forward to 2003 and the academic journey began with the specialization in Gender and Diversity Management in the second stage of my studies at WU Vienna. That was the moment when I put on a new pair of glasses. It opened up a new perspective on the world for me – and on organizations in particular: Gender and diversity glasses.

In my diploma thesis, I dealt with gender and diversity aspects of political election advertising in Austria. I then worked as a research assistant at the „Gender & Diversity in Organizations“ department at WU Vienna until 2007. A great time!

Childhood dream and coaching

In the meantime, I fulfilled a childhood dream and was able to gain a foothold in journalism. After ten years in the communications industry and journalism, including seven years at „Die Presse“, I turned my focus back to diversity in 2018. That year, I completed my training as a diversity facilitator. In 2019, I returned to my alma mater, WU Vienna. That year, I also began my training as an academic coach and systemic organizational developer at ARGE, which I completed in 2020. Systemic thinking, like the intensive examination of gender and diversity, opened doors to a new world of knowledge for me.

Sustainability and diversity

From 2020 to 2022, I worked at TU Wien in the inter-university project UniNEtZ as coordinator for SDG 5 Gender Equality. And another new door opened: Sustainability. A term that is now omnipresent. I was fascinated by the framework of the Sustainable Development Goals (SDGs for short) – in particular, combining the aspects of gender and diversity with those of climate justice, decent work and education. For me, the perspective of social sustainability continues to be neglected in the discourse. The interweaving of diversity and sustainability is therefore a particular concern of mine. I call it sustainable diversity.

From 2022 to 2024 I was co-responsible for transdisciplinary dialog at BOKU in the UniNEtZ project, f.e. with the Austrian Parliament. At BOKU, I also worked as a diversity manager. Since 2024 I am a referent for equality, gender and diversity at the University for continuing education Krems.

Lifelong learning and teaching

Since we all have biases, no matter how intensively we work on them, it is so important to keep learning – throughout our lives. I particularly enjoy working and teaching with students at universities: first at WU Vienna, then at TU Wien, where I have been a university lecturer for gender and diversity competence for many years now.

Lectures – then and now

When I was at school, I stuttered when I had to give presentations. Giving presentations was a big challenge for me. Today, I am glad that I took it on because it is important to me to be a multiplicator for the topics close to my heart as a speaker and trainer. The topics of my keynotes and workshops include „Diversity in times of crisis“, „Sustainable Diversity“ of „Diversity – Future skills for people and organizations“.

Gratitude

Over the past few years, many people have inspired, accompanied, empowered, supported and recommended me. I am very grateful for that. Also for being recognized by Sheconomy as one of the „100 Voices for Diversity“ in Austria and Germany. Working towards an appreciative, gender and equal opportunity culture in organizations is never an individual success. It is always a team effort.